Seit dem 25.10.2001 ist es soweit. Microsoft hat Windows 2000 codeoptimiert und stellt die DOS-basierte Schiene seiner Betriebssysteme (Windows 9x, Windows Me) auf NT-Basis um.
Was ist neu, was ist besser, was braucht man nicht ?
Seit 06.09.2002 ist nun auch das Service Pack 1 für Windows xp verfügbar. Wie immer läßt es sich als Slipstream-Image in das Betriebssystem integrieren. Wer SP1 nachinstallieren möchte, sollte zunächst den XPANTISPY auf Standardwerte setzen, sonst bricht das SETUP ab. Darüberhinaus sind einige Volumen-Seriennummern tabu - insbesondere auf die FCKGW-Keys läßt sich das SP nicht installieren. Wer also eine xp-Lizenz hat und nicht das Verlangen hatte, Daten zur Aktivierung an Microsoft zu senden, sollte vor Installation des Service Packs den Key ändern. An verschiedenen Stellen im Web ist beschrieben, wie das geht (z.B. bei http://www.windowsxp.nu ).
Mit dem Befehl: %SYSTEMROOT%\system32\oobe\msoobe.exe /A
kann man zunächst checken, ob das vorliegende Windows bereits aktiviert wurde.
Das Service Pack 1 enthält auch den Internet Explorer 6.0SP1, d.h. Sie brauchen das Service Pack 1 für den InternetExplorer auf Windows xpSP1 Maschinen nicht mehr anzuwenden. IE6SP1 für die anderen Betriebssysteme ist in wenigen Tagen verfügbar.
| Optik und Grafik: Schauen wir uns zunächst einmal das Start-Bild von Windows XP an: Windows XP kann ganz schön bunt sein - muss aber nicht. Microsoft
hat eine Vielzahl von grafischen Elementen eingebaut und versieht
Windows NT 5.1, build 2600 (so die Versionsnummer des Betriebssystems)
mit allerlei grafischen Effekten. Optimiert wird folgendermassen: Rechte Maustaste aut Arbeitsplatz,
Eigenschaften, Erweitert, Einstellungen der Systemleistung, "Für
optimale Leistung anpassen". Dialoge mit OK schliessen Natürlich gibt es auch die Powertoys für Windows XP von Microsoft
(Link:
Microsoft PowerToys for Windows XP) |
Windows XP bunter Stil "LUNA"![]()
Windows XP klassischer Stil nach Optimierung |
| Testmaschinen und Versionen Die hier beschriebenen Erfahrungen beruhen auf Tests ab der Beta-1 Vorabversion von Windows 2000 Professional bis zum "Final Release 2600". Im Test waren nur die deutschsprachigen Versionen. Als Testhardware (Notebook) diente ein IBM Thinkpad 240 mit Celeron 300MHz-Prozessor, 192 MB RAM und einer 12 GB-EIDE-Festplatte sowie ESS-Soundchip, 2MB! 2D-Grafikkarte, Xircom Netzwerkkarte 100MBit, AVM FritzCard PCMCIA, Kodak Compact Flash Reader PCMCIA, eMMC Multimediacard Reader USB, USB Bridge Cable von profilic, externes CDROM PCMCIA. Für die Testhardware (Desktop) kam ein ASUS P3B-F basiertes System mit 800MHz PIII-Prozessor, 384 MB RAM, Adaptec 29160N-Controller 9,1 GB U160 Festplatte, Pioneer 6xDVD, HP 9250plus CDRW, NVidia 32MB TNT2-Grafikkarte und diverser externer Hardware an USB, Parallel- und Seriellen Ports und 3C905B TX Netzwerkhardware zum Einsatz. Windows XP steht in zwei Versionen zur Verfügung, die Windows 2000 und Windows Me ablösen sollen: Windows XP home Edition ist die Ablösung von Windows Me und ist - wie der Name schon sagt - eher für den Heimeinsatz und für Spiele konzipiert. Meiner Meinung nach wird hier die bunte Oberfläche häufiger zu sehen sein als im Büro-Einsatz Windows XP Professional löst konsequent Windows 2000 in den Büros ab und dürfte daher mit der Classic-Oberfläche Verbreitung finden (so müssen die Anwender nicht umlernen und benutzen XP wie ein schnelles Windows 2000. Installation & Deployment, Aktivierung Für die Windows XP home Edition ist ein neues Feature "WPA" - die Zwangsaktivierung obligat, d.h. man installiert das Betriebssystem mittels des auf der CD-Rückseite aufgedruckten CD-Keys und kann es maximal 14 (30) Tage nutzen. Nach dieser Frist muss es entweder über eine Internetverbindung (HTTP und HTTPS) oder telefonisch aktiviert werden. Die Aktivierung arbeitet dabei wie ein Dongle, da der aktivierte Schlüssel wichtige Hardwarekomponenten des Systems enthält. Ändert man mehrere der Hardwarekomponenten des Systems (bei Vorhandensein einer Netzwerkkarte im System sind e fünf), muss neu aktiviert werden. Das gleiche gilt im Allgemeinen, wenn man das Betriebssystem neu installieren muss/möchte. Die WPA ist jeweils im Retail-Produkt von Windows XP Professional und Windows XP home enthalten. Diese beiden Versionen sind also für Massenrollouts und Netzwerkweite
automatische Installationen nicht geeignet (es sei denn, der Administrator
betreibt ein Turnschuh-Managed-Network). Um den Anforderungen einer
automatischen Installation gerecht zu werden (Deployment), hält
Microsoft eine bereits aktivierte Version bereit. Mittels eines für das jeweilige Unternehmen ausgestellten "Volumen keys" kann man genau wie bei allen Office XP Komponenten (incl. Visio 2000) einen Massen-Rollout planen und durchführen, ohne jeden PC separat zu aktivieren. Die Lizenzierung erfolgt wie früher bei den OPEN- oder Select-Verträgen in Papierform. Zu Lizenzfragen sei hier auf die aktuellen Microsoft-Seiten http://www.microsoft.com/germany verwiesen. Dort sind auch die aktuellen, grundlegenden Änderungen im Microsoft Lizenzierungsmodell dokumentiert. Neben dem von Windows 2000 bekannten RIS (Remote installation
Service), der für Windows XP noch einige Zeit auf sich warten läßt
(Immerhin gibt es die passenden XP-Server namens .NET-Server erst
ab 2002) gibt es das bewährte "Unattended Installation" Verfahren,
das um einige Punkte erweitert wurde. Leider gibt es hier noch kein
Whitepaper im Netz, das die neuen Schlüsselworte und Features beschreibt.
Man kann aber ohne Probleme ein UNATTEND.TXT von einem Windows 2000-Rollout
nehmen und diese für das Windows XP-Rollout verwenden. Funktionierte
in einigen Tests hervorragend. Beim Unattended-Verfahren sollte der zu installierende PC gleich
einer Domäne beitreten, sonst Hardwareunterstützung und Plug&Pray ;-) Auch ein interessanter Punkt: Mit Windows XP werden endlich wieder
einige alte Geräte unterstützt, für die es nicht einmal mehr Windows
2000-Treiber gab. NVidia kommt noch vor Produkteinführung mit einem Microsoft-zertifizierten Grafiktreiber (Version 21.83) für alle seine Grafikkarten incl. TV-Out Unterstützung (sofern vom Grafikchip angeboten) daher. Die meisten Drucker werden aus dem Windows-Publisher mit Treibern
bedient. Ausnahmen: HP verfügt bei zwei meiner Geräte noch nicht über
Windows XP-Treiber. Die Windows 2000 Treiber weigern sich unter
XP zu laufen (Windows XP hat ihren Treiber deaktiviert, da er Probleme
bereitet). What's better ? Kommen wir zu den Highlights, die das Leben einfacher machen. Das Ganze in Stichpunkten:
Anwendungen Alle testweise installierten Anwendungen liefen ohne Probleme. Aktiviert man jedoch die "Luna"-Optik, so passen einige Dialoge nicht mehr ins Bild (Buttons sind nur noch halb sichtbar und Anwendungen haben plötzlich Scrollbalken. Bei der classic-Optik tritt dies nicht auf. Davon abgesehen laufen Command-Fenster (CMD) auch bei eingeschalteter LUNA im Classic-Fenster-Design. Als gute Basis kann man sagen: was schon unter NT nicht lief, wird auch unter XP nicht laufen. Hierzu zählen insbeondere Programme und Treiber, die nur für Windows 9x/Me entwickelt wurden und die direkt auf Schnittstellen zugreifen. Betreiber von Windows 9x/Me Clients sollten daher ausgiebige Tests durchführen und sich vom Softwarehersteller ihrer Anwendungen eine Lauffähigkeit unter Windows XP bescheinigen lassen, bevor sie umstellen Fixes ? Ja, die gibt es auch schon ;-). Ein offizielles Servicepack ist zwar noch nicht vorhanden, dafür sind einige Dinge, die beim RTM von XP noch nicht fertig waren, inzwischen verfügbar. Dazu zählen auch einige Security Fixes und Hotfixes, und ein aktualisierter Microsoft Messenger. Selbst nach dem Service Pack 1 gibt es schon wieder einen SSL-Fix, den man einspielen sollte (http://www.microsoft.com/security) Pluspack ? Wer's bunt mag oder einige ergänzende Features für Videoverarbeitung und Medienverwaltung sowie soft-DVDplay benötigt, kann eines der erschienenen oder in Kürze erscheinenden Windows XP Pluspacks erwerben. Admins Choice Administratoren, die bisher Windows NT und/oder Windows 2000 Profesional Clients einsetzen, können, da sich das Deploy erweitern läßt, ohne Probleme einen Mischbetrieb fahren und alle neuen Maschinen mit Windows XP betreiben (unter der Voraussetzung, dass Anwendungen/Hardware laufen (s. im vorigen Absatz)). Durch die Wahl der Classic-Oberfläche müssen Windows 2000-Nutzer sich fast gar nicht umstellen (nur die Icons im Explorer sind etwas bunter und besser ihrer Funktion zuzuordnen). Die NT-Benutzer lernen etwa so um, wie beim Wechsel von NT auf Windows 2000. Die Treiberunterstützung ist wesentlich besser bei Windows XP (Driver.CAB ist fast 80 MB gross gegenüber 21 MB bei 2000), so dass man viele Maschinen ohne $OEM$-Driver-Verzeichnis installieren kann. Weiterführende Literatur http://www.winsupersite.com Rechtlicher Hinweis: Die in diesem Artikel abgedruckten Inhalte beruhen auf eigenen Erfahrungen und sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Der Autor gibt keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben und schliesst jegliche Haftung für Folgeschäden aus den Benutzung von Tipps aus diesem Artikel aus. Alle genannten Artikel und Namen sind eingetragene Warenzeichen ihrer Hersteller. |
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