UMTS/HSDPA/GPRS/WLAN Testbericht Karten und Tarife
Datenkarten vs. Handies, Tarifauswahl - Stand:

Handliche Karten mit HSDPA (GT3max):
OPTION hat nun auch die GT3 max aufgelegt, die in der Standard-Variante (1.8MBit) auch über vodafone zu haben ist). Die 3.6 und 7.2MBit fähige GTmax 7.2 wird bei vodafone bis auf Weiteres nicht eingeführt. Die GT3max hat die gleichen Baumaße wie die alten GPRS-Karten, d.h. eine Butterfly-Antenne, die beim Draufdrücken aus dem Gerät klappt. Die Karte selbst schaut etwa 5 mm aus dem Notebook heraus, allerdings darf man sie nicht gesteckt lassen, denn bei Berührung der Antenne klappt diese auch im Koffer auf und verbiegt sich oder bricht ab. Ich musste deshalb bereits einmal mit Feinmechanikerwerkzeug die Antenne wieder "einrenken". Ansonsten Funktion (und Firmwareversion 3.17) identisch mit der GT3G+ Karte.

HSDPA/UMTS/GPRS Hardware:

Daten-Karten "OPTION Fusion und Fusion+, OPTION G3+, OPTION quad und 3Gmax" sind von uns getestet und für gut befunden worden (die .max ist aber nichts für Grobmotoriker!). Es existieren Anleitungen und Erfahrungen. Aufgrund unserer Testergebnisse bei Feldtests können wir UMTS-Karten anderer Hersteller nicht empfehlen.

Die GPRS und UMTS Verbindung via Mobiltelefon ist pro Hersteller UND pro Modell, teilweise sogar von der Handy-Firmware abhängig und unterschiedlich. HSDPA-Verbindungen (UMTS mit 1,8MBit Downstream/384kBit Upstream) sind mit Mobiltelefonen bisher ohnehin noch nicht möglich.
Zusätzlich wird es unübersichtlich durch Infrarot, Kabel- und Bluetooth-Verbindung.
Bei vielen Telefonen muss man erst mal die Hersteller-Software-Suite installieren, die das System zusätzlich belastet und teilweise eigene Standards erzeugt.
Die einzig zumutbare GPRS-Verbindung via Handy war mit einem Siemens SX1 und einem Siemens S55 mit USB bzw. seriellem Datenkabel (letzteres scheidet mittlerweile aus, weil kein seriell an Notebooks). Die Einrichtung ist nur erfahrenen Nutzern zuzumuten.
Die Benutzung von Bluetooth scheitert oft an unzuverlässigen Bluetooth-Softwareimplementierungen der Hersteller.

Fazit Hardware:
Die einzige Plug&Play-Lösung ist die Verwendung einer der oben genannten OPTION-Karten, mit pinfreier SIM und ausschließliche Verwendung des Windows-Treibers und DFÜ-Verbindungen. Wir raten ausdrücklich davon ab, die PC-Suite (TMCC, VMC) des Netzbetreibers zu installieren.
Sofern es sich um ein nach dem 01.10.2005 betanktes System handelt, sind die Treiber der o.g. Karten bereits auf dem System vorinstalliert. Somit muss nur die RAS-Verbindung eingereichtet werden.

SIMKarten/Tarife:
TwinCard: Von der Nutzung einer TwinCard wird ausdrücklich abgeraten, da mit Einstecken der Datenkarte keine Telefonate mehr auf dem Mobilteil ankommen resp. geführt werden können. Es ist niemand zuzumuten, die UMTS-Karte nach Gebrauch wieder herauszuziehen und das Handy erneut zu starten, um wieder erreichbar zu sein.

Datentarif ohne Freivolumen: nicht empfehlenswert, da die durchschnittliche Menge der übertragenen Daten ohne Freivolumen deutlich teuerer ist (1 MB bis zu 8 Euro), als mit Freivolumen.
Datentarife mit Minutenkontingent (Zeittarife): Auf keinen Fall, da jede eingebuchte Minute berechnet wird, egal ob Daten übertragen werden. Das kann horrende Telefonrechnungen zur Folge haben.
Datenkarte mit Freivolumen: Je nach Vertrag kostet eine Datenkarte beim gleichen Anbieter keine Zusatzgebühr. Der Nutzer zahlt also quasi nur einen monatlichen Preis für z.B. 30 MB Freivolumen. Für den reinen Stammdaten/Buchungstransfer sind diese 30MB in der Regel ausreichend. Wird extensiv im Internet gesurft, sind andere Freivolumina empfehlenswert.

Ausland:
Achtung!!! Im Ausland werden die Freivolumina nicht angerechnet. Bei vodafone kann man Auslands-Volumen-Pakete buchen, die aber auch nur in 15 Partnerländern funktionieren. GPRS funktioniert in fast allen Ländern, wo das Handy funktioniert, UMTS-Empfang gibt es mittlerweile sogar schon auf den kanarischen Inseln (vodafone ES)!
Update Ausland:
Sowohl T-Mobile als auch vodafone bieten mittlerweile Auslandspakete für Datentarife an. Abgeschlossen wird über 3 Monate, Freivolumen ist 50 bzw. 80 Euro pro Monat, Kosten liegen bei 50 bzw. 80 Euro pro Monat. Dazu ein Rechenbeispiel: Auf den kanarischen Inseln gilt der "Ferntarif 1" wie im Rest von Spanien. Ein Megabyte kostet dann ca. 6-7 Euro zzgl. 30ct/Nutzungstag (T-Mobile). Vodafone liegt bei ca.  8 Euro. Folglich müßte man im Urlaub ca. mindestens 22 MB verbrauchen, damit sich der 3-Monats-Tarif rentiert. Da die meisten Citrix-Nutzer mit 10  MB im Monat für gelegentliches Mailen auskommen, lohnt sich das meist nicht.

UMTS/GPRS/HSDPA PC-Karten
Dieser Erfahrungsbericht stellt die Ergebnisse meiner Tests mit diversen UMTS-PC-Karten der Hersteller OPTION Wireless und Novatel in Verbindung mit Datenkarten der beiden großen Netzbetreiber T-Mobile (TMO) und vodafone (VDF) dar. Wie immer gelten die Rechtlichen Bestimmungen.

Zusammenfassung:

Zum Zeitpunkt des Tests ist die OPTION Fusion PC-Karte das Maß der Dinge. Wer allerdings ein Notebook mit Centrino-Technologie bzw. WLAN onboard hat, benötigt den WLAN-Teil der Karte nicht. Für diese Anwender reicht im Prinzip die (allerdings nur von vodafone vertriebene) 3G-Karte mit UMTS ohne WLAN. Allerdings zeigt nur die FUSION per LED-Farbe an, ob man eine GPRS oder eine UMTS-Verbindung hat. Da sich der WLAN-Adapter ausschalten in der Netzwerkumgebung läßt,  bleibt meine Empfehlung bei der Fusion. Die Wahl des Netzbetreibers möge jeder für sich selbst entscheiden. Wichtige Vor- und Nachteile habe ich bei beiden NICHT festgestellt - weder bei den Volumen-Tarifen (weitgehend gleich), noch bei der Netzabdeckung oder Stabilität der Verbindungen.

Update: Vodafone und T-Mobile bieten mittlerweile die OPTION 3G Plus Karte an (erkennbar an der Beschriftung 3G Plus auf der Rückseite), die ab Firmwareversion 3.15.0 für die  Highspeed-Variante von UMTS: HSDPA (1,8MBit Downstream, 384 kBit Upstream) gerüstet ist. Die Karte sieht ansonsten von außen so aus wie die Option Fusion bzw. Option quad Karte. Die Fusion und die quad Karten lassen sich nicht für HSDPA/UMTS1800 verwenden.

In Deutschland funktioniert die schnelle Verbindung in vielen Städten dagegen sehr gut, Ausreißer (wo auch GPRS nur schlecht funktionierte) hatte ich auf Rügen und in der Nähe von Dresden. Das normale Handy hatte da allerdings noch immer 2 Feldstärken und konnte übers Datenkabel dem Notebook eine einwandfreie GPRS-Verbindung zur Verfügung stellen...

Hier eine Liste der Karten mit Brandings der genannten Netzbetreiber:

VDF Fusion/quad/3Gplus TMO Fusion m. WLAN VDF 3G (alt) VDF Merlin TMO Merlin
Überblick All-In-One OPTION Fusion PC-Karte
Dieser Test beschäftigt sich mit der T-Mobile Multimedia Net Card bzw. vodafone Mobile Connect Card UMTS/GPRS/WLAN  für Notebooks. Die Karte kommt im Gegensatz zu ihren 16-Bit (PCMCIA) Vorgängern als 32-Bit-CardBus-Karte mit einer Bauhöhe, sowie fest montiertem Antennenkörper. Das Antennengehäuse ist größer als das der Karte von Novatel, da auch die WLAN-Antenne mit untergebracht ist.
An der Rückseite des Gehäuses ist ein Standard-Antennenanschluss (Mini-Adapter) unverdeckt zu sehen. Für ca. 20 Euro bekommt man eine externe Antenne, die man mit einem Clip am Notebookdeckel befestigen kann. Der Signalgewinn beträgt ca. 8-12 dB (eine Feldstärke im Display mehr)
Das Gehäuse selbst ist ein wenig klapperig (insbesondere da, wo die Antennen liegen und an der Bodenkante) und scharfkantig. Anstelle des Hartplastik hätte man hier ruhig etwas höherwertiges Material verwenden können.

Wie bei den GPRS-Karten von Option läßt sich die SIM-Karte in einen Schlitz an der Seite der PC-Karte stecken.
Die Betriebsarten sind: UMTS, GPRS (GSM 9600 leider nicht), WLAN nach 802.11 b bzw. g Standard. Bei diesem Modell funktioniert das Plug&Play sprichwörtlich gut!

Als Testumgebung stehen ein IBM Thinkpad T42 mit Gigabit LAN/WLAN a/b/g/Bluetooth und ein IBM Thinkpad X31 mit Intel 100MBit LAN/WLAN 802.11a von Intel zur Verfügung. Die Betriebssystemplattform ist jeweils "Windows xp professional mit Service Pack 2" sowie allen relevanten Sicherheitspatches.

Inzwischen habe ich die Fusion-Karte in einigen Ländern getestet. In einigen EU-Ländern ist inzwischen UMTS verfügbar, GPRS fast flächendeckend, da wo das Handy funktioniert. In den Fällen (wo nur GSM 9k6 möglich wäre), hat man dann natürlich schlechte Karten. Außerdem ist die UMTS-Abdeckung davon abhängig, welcher Netzbetreiber gerade seine Antennen in der Nähe und schon aufgerüstet hat. Stellenweise gibt es sowohl bei T-Mobile, als auch bei vodafone sogar bei GPRS noch weiße Flecken auf der Landkarte.
OPTION Software-Installation (Windows xp Professional SP2)
(s. auch "Einrichtung einer UMTS-RAS-Verbindung")

Die Karte kommt mit einer CD "T-Mobile Communication Center", bzw. mit einem vodafone VMC auf CD. Wer lieber mit Bordmitteln arbeitet (wie ich), ist auch gut bedient.
Alle nach dem 1.1.06 betankten Geräte haben den Treiber vorinstalliert. Für ältere Systeme oder neuere Karten gilt: Der Windows-Treiber ist auf der CD und man muß nicht unbedingt die Software von der CD dafür installieren! Bei der Vodafone-Option 3G-Karte läßt sich der Treiber leider nicht aus dem Rest herausfiltern. Man muß also mindestens 50 MB mit sich herumschleppen, um 300kB Treiber installiert zu bekommen. Aber wenigstens muß man das Vodafone-Dashboard auch nicht mitinstallieren.
Also für die Fusion einfach auf der CD nach dem Dateinamen suchen und ausführen. Danach die PC-Karte einstecken und die notwendigen Treiber (WLAN-Netzwerkkarte und GPRS/UMTS-Modem) werden installiert.
Bei vodafone Karten die CD einlegen, die Softwareinstallation abbrechen, dann die Karte einstecken und bei der Fragen nach den Treibern die CD durchsuchen lassen.

Für die WLAN-Verwendung gibt es in Windows den praktischen Assistenten. Insbesondere hier ist die Verwendung von Service Pack 2 für Windows xp dringend empfohlen, denn einige Sicherheitsmechanismen und ein benutzerfreundliches Interface standen davor nicht zur Verfügung.

Zunächst einmal sollte man aber die PIN auf der SIMKarte abschalten. Das erwpart lästige Wartezeiten beim Einbuchen (die Karte ist dann kurz nach Einstecken betriebsbereit). Außerdem funktioniert bei manchen Umgebungen das Übergeben der PIN per AT-Befehl nicht.
Dazu die SIM-Karte ins Hady einlegen, Einschalten, PIN eingeben und und über das Handy die PIN auf der SIM-Karte abschalten.

Das GPRS/UMTS-Modem (Fusion UMTS GPRS WLAN - 3G Modem) läßt sich unter Netzwerkverbindungen mit einer RAS-Verbindung (im Volksmund auch DFÜ-Netzwerkverbindung genannt) nutzbar machen. Das funktioniert genauso wie z.B. die Internet-Verbindung zu einem Internetanbieter zu konfigurieren, nur dass man als Rufnummer *99# eingibt.

Damit das Ganze auch im Ausland funktioniert, ist in der Windows Systemsteuerung noch der Netzbetreiber-Einbuch-String mitzugeben: Systemsteuerung, Telefon- und Modemoptionen, Erweitert, dann Eigenschaften des entsprechenden Modems öffnen. Initialisierungsbefehl für

Vodafone:  +CGDCONT=1,"IP","web.vodafone.de"
T-Mobile:   +CGDCONT=1,"IP","internet.t-d1.de"

Zuletzt kann man das Ganze noch optimieren, indem man unter die Eigenschaften des RAS-Eintrags geht und dort im Register "Netzwerk, TCP/IP, Erweitert" das Häkchen für die IP-Header-Komprimierung entfernt.
Den Rest übernimmt (wie sich das gehört) die Elektronik der PC-Karte.
Aufgrund der Standard RAS-Verbindung, die genutzt wird ist dann auch die Verbindungsfirewall von Windows nutzbar und das System damit zumindest von außen erst mal abgeschirmt:

Die Anwahl erfolgt mit Doppelklick auf das RAS-Symbol, als Benutzername wird "t-d1", als Kennwort "internet" eingegeben und gleich gespeichert (die Netzbetreiber lassen hier jeden 'rein, da der Benutzer über die IMEI bzw. die SIM-Karte identifiziert wird. Der Benutzername kann auch etwas Anderes sein, dass Passwort muss nur mindestens drei Zeichen lang sein).

Sofern die PC-Karte noch kein Netz hat (noch nicht eingebucht ist), wartet die DFÜ-Verbindung so lange (maximal jedoch bis zum Ablauf des eingestellten Timeouts) und zeigt dann die erfolgreiche Verbindung in der TNA neben der Uhr an.

Benutzung und LED-Anzeigen

Modem-Betriebsart:
Karte einstecken, warten, bis das Tonsignal von Windows (tütüdüt) als Plug&Play-Meldung kommt, Doppelklick auf das DFÜ-Netzwerk-Symbol.
Nachdem die PCs unten freudig blinken, können alle Programme, die man sonst für andere Modem/DFÜ-Verbindungen benutzt, verwendet werden.

LED-Anzeigen sind auf der FUSION-Karte mit WLAN:
(linke LED): blinkend rosa: Karte sucht nach Netz
doppelblink rot: Karte hat sich ins GSM-Netz eingebucht (GPRS)
doppelblink blau: Karte hat sich ins UMTS-Netz eingebucht

WLAN-Betriebsart:
Praktisch für Notebooks, die bereits WLAN onboard haben (alle Centrino-Notebooks): Der WLAN-Teil der Fusion-Karte läßt sich in der Netzwerkumgebung abschalten (Rechte Maustaste, Lan-Adapter deinstallieren. Die meisten Notebooks-Benutzer mit Centrino-Technologie werden dies auch tun, da zum einen das Notebook idR größere Antennen im Deckel integriert hat, als sich im Kopf der Fusion-Karte integrieren lassen und zum anderen, da die Notebook-Karten meist sogar 802.11 a/b und g Standard unterstützen (statt b/g bei der Fusion)

Folgende WLAN-LED-Anzeigen sind möglich (grüne LED)
aus: WLAN ist deaktiviert
grün: WLAN Adapter betriebsbereit
grün flackernd: WLAN-Netzwerkaktivität

LED-Anzeigen der OPTION-Karten UMTS-ohne WLAN:
Es gibt eine rote und eine blaue LED.
Doppelblink rote und blaue LED:  Netzsuche
Doppelblink rote LED: GPRS-Betrieb (57,6/57,6 kBit)
Doppelblink blaue LED: UMTS-Betrieb (384/64 kBit)
Intervall-Flimmern blaue LED: HSDPA-Betrieb (1800/384 kBit)

LED-Anzeigen im Detail (bei der Max sind rote und blaue LED zusammengefasst in einer  Leuchte):
Netzsuche:
Red led = Fast Single Blinking
Blue led = Fast Single Blinking
Beide LEDs blinken, bzw. die kombinierte blinkt violett.

GPRS CS:
Service Red led = Slow Single Blinking
Blue led = off

UMTS CS Service:
Red led = off
Blue led = Slow Single Blinking

GPRS CS & PS or PS only Service:
Red led = Slow Double Blinking
Blue led = off

EDGE Service:
Red led = Slow “4 times Fast” Blinking
Blue led = off

UMTS CS & PS or PS only Service:
Red led = off
Blue led = Slow Double Blinking

HSDPA Service:
Red led = off
Blue led = Slow “4 times Fast” Blinking
HSDPA Blinken nur während der aufgebauten RAS-Verbindung, nicht nur nach dem Einbuchen.

Firmware (GPRS or UMTS stack) crash:
Rote und blaue LED blinken schnell abwechselnd

Internet- und Netzwerkdienste, Speed
Natürlich möchte man mit der UMTS-Karte nicht nur surfen. Da über das DFÜ-Netzwerk eine herkömmliche RAS-Verbindung erzeugt wird, funktioniert z.B. der Aufbau einer VPN-Verbindung ohne Probleme.
Ebenso läßt sich eine Citrix-Sitzung aufbauen und RDP (Microsoft Terminalsitzung) z.B. für eine Remote Desktop Verbindung funktioniert wie eine VNC-Verbindung ebenfalls.
Selbst mit dem CISCO vpn-Client bekomme ich eine Verbindung hin.
Bleibt noch der Test mit anderen vpn-Clients wie dem "safernet" Client, den BINTEC und NetGear verwenden.

Die gemessene Geschwindigkeit liegt bei UMTS bei etwa 35 Kilobyte/Sekunde im Download, bei GPRS kommen bestens 6,5 Kilobyte/Sekunde zustande.

Das Surfen ist unter UMTS-Bedingungen mit einem schnellen Seitenaufbau angenehm (die Seite wird vermutlich von T-Mobile gecached und dann en bloc aufgebaut. Allerdings ist die Zeit, bis die Seite erscheint, noch etwas gewöhnungsbedürftig lang.

Auch ärgerlich weil störend ist die gelbe Meldung im Browser bei ersten Aufruf von Webseiten. Da wird irgendeine speed-t-mobile-Seite geblockt, nach einigen Sekunden verschwindet die Blockseite und die eigentlich angewählte URL erscheint:

Eine weitere Fehlermeldung tritt auf, wenn man das Kabel der LAN-Netzwerkkarte nicht eingesteckt hat. In diesem Falle lassen sich mit einer aufgebauten UMTS/GPRS-Verbindung mit IPCONFIG keine Netzwerkinformationen abfragen (unbekannter Medienstatus). Die Verbindung ist aber da, denn alle Internetdienste funktionieren.

Grenzsituationen, Funktionsbeeinträchtigungen
Setzt man die Karte an den Grenzgebieten zwischen schwachem UMTS-Signal ein, so kann eine blau blinkende UMTS-Verbindung zustande kommen, aber die DNS-Auflösung wird nicht nutzbar sein. Mit IPCONFIG -ALL wurden dann zwei DNS-Server angezeigt, man konnte sie aber nicht anPINGen. Lediglich ein PING auf die eigene öffentliche IP-Adresse (80.x.x.x) war möglich. Manchmal dauerte es dann ca. 1 Minute und die DNS-Server waren plötzlich anPINGbar, in anderen Fällen war ein Auflegen und erneutes Anwählen erforderlich. Nach den bisher durchgeführten Tests in "Willich, Bergkamen, Kamen, Unna, Frankfurt/Main, Münster, Dortmund, Menden" waren aber immer ohne größere Probleme Verbindungen möglich - auch mit Bordmitteln :-)
Alternative TMCC oder VDF Connect Center (GUI-Software zur Karte)
Wer das Ganze mit einer bunten Oberfläche versehen haben möchte, kann auch die knapp 100 MB des TMCC oder des vodafone Connect Centers in Kauf nehmen. Allerdings installieren  TMCC/VMC zusätzliche Treiber, die das Laufzeitverhalten des Notebooks negativ beeinflussen. So dauert das Starten von Windows xp rund 60 Sekunden länger als mit nicht installierter TMCC/VMC Software. Außerdem werden die Zeiten für den Ruhezustand künstlich verlängert.
Für mich ein Grund, auf die Features von TMCC zu verzichten.
Die Vorteile von TMCC bzw. VMC liegen darin, dass man sich keine DFÜ-Verbindung einrichten muss (das macht dann die Software). Außerdem steht die Pegelinformation zur Empfangsstärke des Netzes zur Verfügung (so etwas müsste in den Treiber eingebaut werden, so dass man unter den Eigenschaften der aufgebauten Verbindung die Feldstärke angezeigt bekommt.

Außerdem enthält das TMCC eine Liste von T-Mobile- und Partner-Hotspots für die WLAN-Kommunikation. Diese Liste braucht man auch dann nicht, wenn man sein Notebook im Hotel einschaltet und der Windows xp SP2 WLAN-Assistent ein neues Netz ankündigt...

Meine Empfehlung: Windows xp SP2 verwenden und mit Bordmitteln arbeiten.

Vergleich mit der Novatel Merlin U530 PCMCIA-Karte (UMTS/GPRS)
Der einzige Vorteil, den ich der Vorgänger-Karte von Novatel abgewinnen konnte war, dass sie ohne Installation eines Treibers direkt (aus der Box) von Windows xp erkannt wurde. Ansonsten war alles schlechter:

Die Karte schaltet erst ein, wenn man eine serielle Verbindung zu ihr (via Terminalfenster) aufbaut. Eine RAS-Verbindung konnte daher nur mit der Einstellung "Terminalfenster einblenden" betrieben werden. Der Bediener mußte dann warten, bis die Karte grün oder blau blinkte, wanach das Terminalfenster schließen.
Anmerkung: Das Novatel-Tool, das man im Hintergrund laden konnte, um die Karte wachzuhalten, war auch nur eine "gestrickte Lösung".

Die Netzeinbuchung dauerte mindestens 40 Sekunden, meist erheblich länger oder kam gar nicht zustande.
Die automatische Umschaltung (Fallback und Fallforward) von UMTS nach GPRS und umgekehrt funktionierte immer dann nicht, wenn der Empfangspegel im Netz nicht nahe dem Vollausschlag war.

Novatel hat große Fertigungstoleranzen bei der Karte, d.h. 5 von 6 getesteten Karten haben bei Nichtverfügbarkeit von UMTS auch keine GPRS-Verbindung automatisch hinbekommen. Als Workaround konnte man dann im Terminal mit AT$NWRAT=1,2 GPRS erzwingen (0,2=automatisch; 2,2=Nur UMTS)

Der Anschluss für eine externe Antenne (unter der Gummikappe an der Unterseite der Novatel Karte) ist nicht elektrisch verdrahtet und damit nicht nutzbar.