Die Box kommt mit einem 10cm langen USB-Kabel (Typ A Stecker auf MINI-USB) und
mit einem etwa 50 cm langen Kabel, das einen doppelten USB-Anschluss Typ A hat
(hiermit soll man auch bei Notebooks, die nicht genügend Strom am USB-Port liefern,
durch Versorgnung mit 2 Anschlüssen Abhilfe schaffen können. Zum Befestigen
am Notebookdeckel liegt ein praktisches 2-teiliges Klettband bei. Die Box wiegt
etwa 50g (80g mit Kabel) und hat an der Seite einen Einschub für die Mini-SIM-Karte.
Außerdem hat die Box einen internen Speicher, der beim Einstöpseln in ein Windows-System
als virtuelles CD-Laufwerk erscheint.
Eine Leuchtdiode zeigt
(grün flackernd) Zugriff auf den virtuellen CD-Speicher im Gerät an. Außerdem
blinkt die die Leutchdiode grün oder blau, wenn eine Funkverbindung besteht.
Über den dort enthaltenen Autostart, der übrigens immer autostartet,
auch wenn man dies in Windows abgestellt hat, wird zunächst der WDM-Treiber
und das Modem installiert und danach startet die Vodafone Connect Software "lite"
von der Box. Von der Software wird zwar nichts installiert, ausser ein paar
Registry-Einträgen, sie braucht aber etwa 30-90 Sekunden je nach PC-Leistung,
um betriebsbereit zu sein. Die Box läßt sich als Modem nun zwar im RAS-Dienst
konfigurieren, ein Zugriff auf die Box ist aber durch die VMC-Lite Software
verwehrt.
Beendet man die Software und außerdem zusätzlich das Task-Icon (Rechte Maustaste,
Exit), wird auch das USB-Modem wieder vom Netz genommen. Das bedeutet, dass
selbst bei deaktivierter SIM-PIN die Box nur beim Start der VMC-Software ins
GSM-Netz einbucht.
Die Box hat nicht nur äußerlich ein vodafone-Branding, sondern ist durch die
Kopplung mit der vodafone-Software auch im Ausland nur mit einer vodafone-Karte
verwendbar. Das bedeutet, dass man z.B. in Ländern, wo vodafone kein Partnernetz
hat (die Liste der unterstützten Ländernetze ist indes nur ca. 40 Einträge lang),
die Karte nicht benutzen kann. Die ist bei allen anderen Karten der Einsatz
einer lokalen SIM-Karte in jedem Fall günstiger, zumal deutsche Provider keine
Auslands-UMTS-Flatrates anbieten, lokale Netzbetreiber im jeweiligen Land aber
sehr wohl.
Erstes Kurz-Fazit:
Tolle Idee, diese Box, aber nur halb zuendegedacht. Zur Hardware: Die Box
macht einen durchaus brauchbaren Eindruck, so dass Sie für alle Geräte, die
keinen PCMCIA-Slot (insbes. einige Subnotebooks wie das P1510 von FSC haben
nur noch einen CF-Slot oder nur einen SD-Slot) in Frage käme. Auch PCMCIA-Express
scheidet für Geräte aus, die dies nicht unterstützen.
Zur Software:
Da viele Anwendungen direkt mit dem RAS-Dienst "sprechen", läßt sich das Ganze
mit dem VMC lite im Hintergrund nicht einsetzen. Außerdem ist die Ladezeit für
diese Anwendung nicht zumutbar. Kein Kunde ist bereit, 2 Minuten zu warten,
bis er endlich online gehen kann :-(
Lösungsansätze:
1) Wenn man in der Lage ist, durch einen Registry
-Schlüssel
dafür zu sorgen, dass das VMC nicht automatisch startet und
2) wenn die Karte beim Einstecken und deaktivierter PIN (oder das AT-Kommando
AT +CPIN=xxxx) in der Lage wäre, automatisch ins Betreibernetz einzubuchen könnte
man das Login wie bei den PCMCIA-Karten von OPTION bisher bekannt, über einen
normalen RAS-Eintrag oder eine API aus der Anwendungssoftware einleiten.
Wer kann die Hardware in der jetzigen Form nutzen?
* Anwender, die keine Software haben, die das DFÜ-Netzwerk (RAS) verwendet,
um Verbindungen aufzubauen
* Mobile User, die gelegentlich surfen und Mails abfragen möchten und die Zeit
haben, bis zu zwei Minuten auf eine Interneteinwahl zu warten
Wann wird es interessant für alle Anderen?
Wenn die Punkte 1) und 2) zufriedenstellend gelöst wurden.
Alternative?
Derzeit keine, die USB verwendet und gleichzeitig mobil ist.
Für stationären Einsatz eignet sich der vodafon/Linksys UMTS-Router mit einer
OPTION Globetrotter G3Plus HSDPA-Karte und Quasi-Flatrate mit 5 Gigabyte Freivolumen.
Für mobilen Einsatz, sofern ein PCMCIA-slot vorhanden ist: Die OPTION Globetrotter
3G+ Karte (ggf. mit externer Stab-Antenne) oder die OPTION Globetrotter 3Gmax
(Anderer Qualcomm-Chip, Antenne in der PCMCIA-Karte einklappbar (aber empfindlich
gegen Beschädigung durch Grobmotoriker)
Rechts ein Screenshot von der VMC lite Software: