Testberichte
PAD Mobiles Panel mit Touchscreen - Stand:

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Wer nicht viel lesen mchte, springe gleich zum Fazit.
Zum Test stehen zwei PAD-Pads zur Verfgung. Hierbei handelt es sich um eine mobile  Zusammenstellung von Notebook-Komponenten:





Erster Eindruck

 
Solide Verarbeitung. Auch wenn die Spaltmae beim Akku nicht 100% stimmen (1/2 mm Toleranz), kann man dies vernachlssigen. Der Lfter knnte leiser sein, ist aber geregelt und schaltet sich erst bei Rechenpower ein (ca. 6 sone). Der Li-Ionen-Akku ist wechselbar und versorgt das Gert ca. 2,5 Stunden im normalen Betrieb mit Strom.
Externes Ladegert, Autoadapter und Ersatzakkus sind erhltlich.

Das Gert liegt gut in der Hand und wiegt etwa 1,5kg (mit Akku). Das Touchscreen ist przise und hervorragend auch bei Sonneneinstrahlung ablesbar. Der Kippwinkel (Betrachtungswinkel) liegt bei ca. 170. Allerdings ist der Doppelklick etwas schwierig, da durch das przise Ansprechen das 2malige Treffen der gleichen Stelle erschwert wird. Vermutlich kann man hier eine gemigte Einstellung im Controlpanel fr das Touchscreen finden. Hier mge aber jeder seine Erfahrung selbst sammeln.

Optional erhltlich sind Zweitakku und ein geniales Ladekonzept: Der Ladeadapter wird entweder ins 220V-Netzteil oder in das separat erhltliche Auto-Netzteil gesteckt. Am anderen Ende des Ladeadapters ist ein Kabel, an das man das PAD anschlieen kann. Damit kann sowohl ein externer Akku geladen, als auch das PAD am Stromnetz gleichzeitig betrieben werden bzw. der Akku im Gert geladen werden.

Die meisten Treiber kann man von VIA herunterladen, sie sind aber auch auf meiner PAD-CD deployfertig zusammengestellt. Alternativ kann man sich bei VIA bedienen, da Standardkomponenten verbaut sind.
Wenn man die Maus (lnger als beim Windows CE-Pad gewohnt) ca. 3 Sekunden auf der Stelle hlt, wird die rechte Maustastenfunktion aktiviert und z.B. das Eigenschaften-Men erscheint.
An Schnittstellen ist das Gert vollstndig. Neben 100MBit LAN stehen WLAN (b/g) und Bluetooth sowie Infrared (FIR) zur Verfgung - alles onboard. Beim WLAN sei anzumerken, dass der Signalgewinn der verbauten Antenne deutlich unter der Empfangsleistung eines handelsblichen Notebooks liegt. Generell wird eine Signalstrke weniger angezeigt - das drften 6-8db sein. Auerdem bekomme ich, obwohl mein 3COM-Accesspunkt a/b und g untersttzt, nur eine b (11MBit) Verbindung zustande.
Auffllig ist auch, dass nicht alle USB-Schnittstellen den 2.0 Standard untersttzen, denn wenn ich seitlich an einen der Ports ein USB2-Device anschliee, kommt die Windows-Warnung, dass ich ein USB2-Gert in einem USB1-Port betreibe!
Software, Treiber und Deploy
Das Beste gleich am Beginn. Da ein RTL 3139 Chipsatz fr das Netzwerk verwendet wird, lt sich das Pad, OHNE etwas am Deploy zu ndern, vorbetanken. Man bentigt lediglich ein USB-Floppy-Drive fr die Dauer der Betankung und nach Fertigstellung eine USB-Tastatur, um die Voreinstellungen zu machen.

Nachdem die Treiber fr Zusatzkomponenten im Deploy integriert sind, muss man das Touchscreen so einstellen, dass der Doppelklick einfacher wird (Touch-Software starten, dann Advanced/Double Click Area/Schieber etwa in die Mitte setzen). Auerdem in der Energieverwaltung das Fragen nach einem Kennwort nach Ruhezustand abstellen und den Ruhezustand so aktivieren, dass bei Drcken auf die Powertaste der Ruhezustand ausgelst wird.

Die Anmeldung beim Hochfahren stellt man am Besten ber ein Autoadmin-Logon ab. Alternativ kann (mit passender Software) eine Smartcard mit dem KOBIL B1 PCMCIA-Reader  verwendet werden.

Durch das Betanken knnen auch andere Softwarepakete automatisch aufgebracht werden (Vorausgesetzt, die ntigen Lizenzen wurden erworben). Auerdem lsst sich beinahe smtliche externe PC-Hardware anstpseln und integrieren:

Mit anderen Worten: Alles was auf einem normalen Notebook luft, lsst sich mit dem Pad auch machen.

Was noch nicht funktioniert
Das Gert verfgt ber einige Navigationstasten (Cursortasten, Enter, Escape und 8 frei belegbare Tasten in zwei Ebenen). Die notwendige Key-Mapping Software ist zwar nun verfgbar, aber sie ist nicht dokumentiert und auer den Cursortasten und der Shift-Taste funktionieren die anderen Tasten nicht. Ich habe den Fehler an den Support des Herstellers gemeldet und harre der Korrekturen, die da kommen.
Unsere Recherchen haben parallel ergeben: Es ist kein groer Aufwand, einen Windows-Treiber zu programmieren, der die Hotkeys nutzbar macht.

Damit bleibt nur noch der Fall, dass Windows nach einem Absturz hngen bleibt. An dieser Stelle bentigt man eine Tastatur, da die Hotkeys keine Enter-Taste emulieren und der Windows-Treiber noch nicht geladen ist.
Vergleich zu einem Windows CE Pad (z.B. Skeye.pad)
Die folgende Tabelle zeigt die Vorteile des CE-Gerts
PAD Windows CE-Gert
HD,Lfter keine beweglichen Teile wie Festplatte, Lfter
nein Betriebssystem komplett im ROM und nicht manipulierbar
30s schnelle Starphase (3-4 Sekunden)
256MB+ wenig Resourcenverbrauch (RAM 64MB)
nur softkey Hardkey zum Einblenden des Bildschirmkeyboards
kleine Tasten Bildschirm-Keyboard Tasten sind gro
man. install Alle Treiber im Image
Absturz d. falschen Treiber Treiber im Image, kein Absturz
Backup nur auf externe Medien integriertes SYSBACKUP auf Flash
Lftergerusch (nur bei Rechenpower) kein Lfter, daher sehr leise
Akkulaufzeit 2,5h Akkulaufzeit 3h
Deploy 45' +Nacharbeit 30' Image und Nacharbeit 30'
Antivirus-Software und Aktualisierung wie beim PC/Notebook erforderlich Kein Antivirus notwendig, da Image im BIOS und kaum CE-Viren
WindowsUpdates Microsoft notwendig CE-BIOS ndert sich nicht

Die folgende Tabelle zeigt die Vorteile des PAD
PAD Windows CE-Gert
Standard Windows xp eingeschrnktes Windows CE
Alle Hardware luft Hardware nur wenn CE-Treiber verfgbar
PCMCIA-Cardbus nur PCMCIA
Viel Platz, schneller Zugriff auf Platte langsame CF-Speicherkarte mit max. 1GB
schneller Prozessor langsamer RISC-Prozessor
alle Schnittstellen onboard wenig Schnittstellen onboard
UMTS mglich, genauso wie alle Netze T-Mobile, vodafone, Eplus nur T-Mobile mit Intrix, nur GPRS
ISDN (+Fritzcard) und Modemeinwahl analog mglich kein ISDN, da kein Treiber
Linux als Betriebssystem auch mglich kein Linux fr StrongARM
Multimedia abspielbar  (Filme, DIVX, MP3) Rechenleistung und Speicher reichen nicht aus
Speicherplatz pro MB gnstig, da Std-Notebook-Festplatte 2,5" CF-Chips max. 1GB im Gegensatz zur Platte teuer
Akku wechselbar Akku fest
Killer-Applikationen und Getestete Programme

Wozu kann man das Pad benutzen? Neben der klassischen Auendienstanwendung, die nunmehr ihre Daten in greren Stdten mit UMTS-Geschwindigkeit loswerden kann, ansonsten wie gewohnt via GPRS, gibt es einige Beispiele von Anwendungen, bei denen das Touchscreen und die kleine kompakte Bauweise Vorteile bietet:
Fazit
Bisher ein berwiegend positiver Eindruck vom Gert. Man beachte jedoch die im direkten Vergleich zu einem Windows CE-Gert gemachten Erfahrungen. Bercksichtigen sollte man auch den hheren Installationsaufwand und die Notwendigkeit, fr Virenschutz/Updates zu sorgen. Ansonsten ist das Pad eher ein "Schweizer Messer" als das eingeschrnkte CE-System.

Als derzeit unlsbar (BIOS mu modifiziert werden) gilt noch, dass man eine externe USB-Tastatur bentigt, wenn das System nach einem Absturz nicht hochfhrt.
Die Zuverlssigkeit der verbauten Hardwarekomponenten kann nur ein Langzeittest verifizieren. Hierzu ist die Aussage in diesem Kurztest nicht mglich.