Hardware: OPTICON MDE-GPS-Handy, Barcode-USB-Scanner, Erfassungsgerät mit
Speicher
Der erste Teil des Tests befasst sich mit einem Multifunktions-MDE-Gerät mit Telefonfunktionen (Handy), Bluetooth, WLAN, GPS-Empfänger (SirfIII), Laser-Barcodescanner (auch als Imager für 2D erhältlich).
Das Testgerät wird mit dem englischen Windows Mobile 6.0 ausgeliefert. Außer einer Kamera,
einem FM-Radio und Navigationssoftware (nur eine GPS-Hardware ohne TMC ist
eingebaut) hat das Gerät so ziemlich alles, was auf dem
mobilen Markt möglich ist. Im zweiten Teil wird der
OPR 2001 Handscanner
beleuchtet. Der Dritte Teil zeigt die Testergebnisse des
OPH-1003 Erfassungsgeräts.
Zubehör:Recht
umfangreich, Netzteil, Schutzhülle, mehrere Haltebänder, Gürtelclip und
Umhänger. Das Netzteil hat einen US-Stecker integriert und diverse Adapter
müssen aufgesteckt werden. Es ist für ein Handy und seine Leistungsabgabe
von 0,25A recht sperrig. Da gibt es viel kleinere Netzteile am Markt.
Aufladen erfolgt über das Netzteil oder jedes beliebige andere
Mini-USB-Kabel, ist somit sehr flexibel
Bedienkonzept:
Windows Mobile 6.x professional ist auf Bedienung mit dem Touchstift (Stylus) ausgelegt. Leider fehlte der Stift zum Gerät. Aufgrund
seiner für ein MDE geringen Größe liegt das Gerät hervorragend in der Hand,
die Scantasten für den Barcoder lassen sich (für meine Begriffe) mit Daumen
oder Zeigefinger gut erreichen.
Datenaustausch:
Es wird Active Sync 4.5 benutzt, der Austausch ist somit wie bei den Windows
CE-Geräten. Die Synchronisation mit Outlook/Exchange kein Thema. Alle Daten
werden vernünftig dargestellt.
Betriebssystem:
Windows mobile 6.0 ist zwar inzwischen veraltet (seit April gibt es Version
6.1 und Ende des Jahres steht Windows Mobile 7 auf dem Plan), aber Version 6
ist ausgereift und bietet für viele Anwendungen eine komfortable Plattform.
Darüberhinaus bietet WindowsMobile im Gegensatz zu Windows CE eine sehr
große Auswahl an Softwareprodukten am Markt (allein 4 Navi-Programme). Die
Programmierung und einige Komponenten sind hingegen identisch mit Windows CE
5.0.
Akkulaufzeit:
Im Test, Aussagen im
Mischbetrieb sind schwierig zu treffen, da ich das Gerät zwischendurch zum
Sync immer wieder am Rechner hatte (und dabei wird es aufgeladen). WLAN bzw.
Bluetooth-Betrieb wirken sich natürlich auf die Akkulaufzeit aus.
Meßergebnisse: GPS-Betrieb = Laufzeit etwa 5 Stunden. gemischter
Scan/Handybetrieb (nur Bereitschaft, keine Gespräche) ca. 4-5 Stunden.
Werden zusätzlich Telefonate geführt, verkürzt sich die Zeit auf etwa 2-3
Stunden.
MDE Offline (Individualsoftware):Tests durchgeführt.
Nach Installation von .net Compact Framework 3.0 und CESQL-Server läßt sich
die Anwendung starten (die BarcodeConfig.exe läßt sich durch die umbenannte
OpticonBarcode.EXE vorgaukeln), verlangt aber nach einer Tool-DLL (aller
Voraussicht nach für die Darstellung und Masken) vom Hersteller. Weitere
Tests folgen, wenn ich die DLL habe.
MDE Online:
Es gibt einen RDP-Client für Windows Mobile, allerdings muss noch geprüft
werden, ob die Barcode-Scanner-Eingaben auch an die Terminalsitzung
weitergegeben werden (sprich: die Keyboard-Wedge auch in der Sitzung
funktioniert)
Laserscanner:
Ich habe schon viele
Barcode-Scanner und Imager getestet. Die Erkennungsrate - selbst von mit
Folie abgedeckten und schwer lesbaren Barcodes ist mir dem hier verbauten
Scanner ein Klacks. Die Einheit erkennt ALLE von mir getesteten
EAN/EPC/Code39 Code 128 Codes auf diversen Artikeln problemlos und bis zu
einem Abstand von etwa 50cm. Der Scannertreiber und Redirector (alle
eingescannten Werte werden an die Tastaturschnittstelle weitergeleitet und
erscheinen somit an Cursorposition) werden in der Autostart-Gruppe geladen,
das Barcode-Initialisierungsprogramm ist aber im BIOS integriert.
Display:
Gut abzulesen, die Schriftgröße entspricht
trotz größerem Display etwa der Schrift auf unserem grauen MDE. Das Display
ist nicht entspiegelt, d.h. in der Sonne kann man sich selbst wunderbar
sehen. Es ist auch leider kein reflexives TFT. Ansonsten ein sauberes und
scharfes Bild
Erweiterung:
Ein Mini-SD Kartenslot
steht zur Verfügung. Meine SDHC-Karte wurde allerdings nicht erkannt. Also
liegt die Grenze bei 2GB. MicroSD-Karten mit Adapter lassen sich verwenden.
Audio:
Ein Headset (Stereo, Standardqualität) mit
PTT-Taste und Mikrofon liegt bei. Die Audioqualität beim Telefongespräch ist
gut, das Mikro lässt sich mit einem Clip gut positionieren. Zum Musikhören
steht der Windows Mediaplayer bereit
Der eingebaute Lautsprecher ist auch
in der lautesten Stellung zu leise. Verglichen mit meinem HTC S710 (VDA5)
kann man die Navigationsstimme beim OPTICON während der Fahrt nicht gut
hören.
GPS/Navigation/Positionsbestimmung:
Der
GPS-Fix und Empfang im Auto ist mäßig (meist nur 3 Satelliten). Auch fehlt
die TMC-Funktionalität (via UKW). Hier ist ein externer
Bluetooth-GPS-Empfänger (z.B. von der GNS GMBH) von Vorteil, da eine
dynamische Stauführung nur so möglich ist. Da der GPS-Empfänger im Gerät
verbaut ist und manche Windschutzscheiben keine Satelliten durchlassen, lässt
sich das Gerät in einigen Fahrzeugen auch mit einer Saugnapfhalterung nicht
verwenden. Der Praxistest zeigte außerdem, dass ein GPS-Fix bis zu 10
Minuten (kalt) und 3 Minuten (warm) dauerte und das System mehrfach das
Signal verloren hat.
Preise:
Das Gerät ist etwa
350 € teuerer als das bisher verwendete MDE (hat dafür Handy und GPS und BT
mit drin und ein etwas größeres Display)
Mein Fazit zum H-19:

Angesichts des angegebenen Kaufpreises, der deutlich oberhalb des H&W-Geräts
liegt, ist das Gerät zwar kompakter und handlicher - auch der Laserscanner
ist wirklich gut. Das hilft aber nicht über die kurze Akkulaufzeit hinweg
und Handyfunktionen im MDE werden auch nur die wenigsten Kunden benötigen,
ebenso wie GPS-Funktionen. Und für ein Smartphone/Pocket-PC ist das Gerät
einfach zu groß.
Testgerät 2 (Handscanner mit USB-Anschluss):
Einsatzzweck: Ordersätze in unserer Außendienstlösung erfassen (im
Kassenbereich ist bisher Metrologic etabliert, dies sollte auch aus
Standardisierungsgründen so bleiben).
Das getestete Gerät tritt gegen
unseren derzeit eingesetzten mobilen USB-Handscanner aus der
Außendienstlösung an. Beide Geräte haben etwa das gleiche Gewicht. Die
Abmessungen des OPTICON-Geräts sind geringer und es verfügt im Gegensatz zum
Kontrahenten nur über einen Laserscanner, keinen Imager (d.h. es kann nur
1D-Barcodes lesen. Scan-Reichweite: Das Opticon-Gerät scann auf etwa 50cm
Entfernung, unser Imager erreicht eine Distanz von ca. 8-10 cm (was aber im
täglichen Einsatz kein Problem darstellt, da die einzuscannenden Ordersätze
ohnehin die Barcodes dicht beineinander haben, so dass man nicht von großer
Entfernung scannen muß. Leider liegt der Kaufpreis des Opticon Geräts
ziemlich genau doppelt so hoch, wie der Imager. Da der Vorteil der höheren
Reichweite und der Nachteil der 1D-Fähigkeit nicht zum Tragen kommen,
scheidet das Gerät wegen des Preises aus.
Testgerät 3 (OPH-1003):
Es handelt sich um ein mobiles Erfassungsgerät mit Mono-LCD-Display
einfachsten Funktionen und Zwischenspeicher, automatischer Entladung über
einen USB-Cradle. Das Testgerät ist im Zulauf, wird dann hier kurz bewertet.