Nach dem Testbericht "
Datensicherung mit
USB Wechselfestplatten" nun die Variante der Sicherungsgeräte, die sich
im Rahmen des Notfallplans - sofern Gigabit Anbindung vorhanden - auch in anderen Gebäuden unterbringen lassen:
NAS (Netzwerkfestplatteneinheit NETWORK ATTACHED STORAGE).
Vorab die Bewertungsmatrix aus den Testergebnissen der drei Tester, danach die Einzelergebnisse:
| Kriterium |
WD Mybook II NEU! |
WD Mybook |
FSC StorageBird |
Fantec MR35 |
| Preis Basiseinheit+4Disks € netto |
180 |
180 |
150+320 |
200+340 |
| Bezugsquelle |
Std Distris |
Std Distris |
Std Distris |
individuell |
| Datendurchsatz (B2D Misch) |
480-580 |
260 |
340 |
380 |
| ext. USB to NAS |
Ja 1x |
Ja 1x |
Nein |
Nein |
| Mechanischer Verschleiß SATA-Stecker |
keiner |
keiner |
nach 100 Steckvorg |
nach 100 Steckvorg |
| Funktionsumfang |
SAMBA, NFS, FTP |
SAMBA, NFS, FTP |
Pull-Backup+SAMBA+FTP |
SAMBA, FTP |
| Konfiguration fest gespeichert |
int. Disk |
int. Disk |
Flash |
Wechseldisk |
| DHCP-Client beim Einschalten |
Ja |
Ja |
Ja |
Nein, feste, DHCP nicht speicherbar |
| Lüftergeräusch |
keins |
keins |
leise |
laut |
| internes Netzteil 220V |
Nein |
Nein |
Nein |
ja |
| Robustheit/Mechanik |
Shock- Prove |
Shock-Prove |
Nein, rohe Platten |
Nein, rohe Platten |
| Einrichtungsaufwand 1x Basis |
3 Minuten |
5 Minuten (hack) |
10 Minuten (Firmware) |
10 Minuten (Konfig) |
| Einrichtungsaufwand pro Platte |
3 Minuten |
10 Minuten |
10 Minuten |
10 Minuten |
| Weboberfläche |
professional, einfach |
übersichtlich |
etwas unübersichtlich |
sehr umfangreich |
| Stromverbrauch |
Powermanagement |
Dauerbetrieb |
parkt die Platte |
Dauerbetrieb |
| Handling Gerät/Platten |
++ |
+ |
-- |
+ |
| Garantietausch |
BI: direkt WD weltweit |
BI: direkt WD weltweit |
BI: FSC bzw. Distri |
BI: Lieferant |
| Support im Web |
WD-Support, Community |
WD-Support, Community |
FSC-Support |
derzeit mager, Herstellerseite |
| Autoboot nach Stromausfall |
ja |
ja |
Nein |
Ja |
| Zugriff auf Linux Core |
ja, via SSH |
ja |
Nein |
Nein |
| Firmwareupgrade einfach? |
ja |
ja |
ja |
gibt keins |
| Datensicherung PULL (Files) |
Ja |
Nein |
Ja |
Nein |
| Festplatten für Dauerbetrieb ausgelegt? |
ja |
interne ja |
wählbar |
wählbar |
| Design und Größe |
handlich,
Steckernetzteil |
apple like und klein |
sperrig+ Netzteil |
sperrig, NT integriert |
| Rücklesen anderes System |
via GBit LAN oder Platte ausbauen EXTFS3 |
intern n.a., extern: jedes EXT3 FS |
ja |
ja |
| Dauer DaSi B2D 80 GByte |
2,2 Std |
5,1 Std. |
3,9 Std. |
3,5 Std. |
Es gibt
zahlreiche Geräte am Markt, von Geräten, wo die Festplatte fest eingebaut ist,
zu Geräten mit 2 Wechselfestplatteneinschüben (s. rechts) bis hin zu Racks mit
bis zu 12 Festplatten.
Grundvoraussetzungen für eine Sicherung auf ein
Netzwerkgerät sind:
* Das Gerät muss einen Gigabit-LAN-Anschluss haben
* Die Netzwerkverbindung zum Gerät muss mindestens CAT6 bzw. 7 sein (Gigabit,
8 Adern)
* Der Festplattencontroller im Gerät und die Software müssen schnellen
Datentransfer erlauben. (Zum Vergleich: USB 2.0 Festplatte an Intel GM945 Chipsatz.
Referenzsicherung 45 GByte Mischdateien mit 320 Mbyte pro Minute)
* Nach
einem Stromausfall sollte das Gerät von alleine wieder hochfahren (keine manuelle
Einschaltung durch Benutzer)
* Bei Geräten mit Wechselplatten muss sichergestellt
sein, dass sich eine entnommene Platte in einem baugleichen Gerät lesen lässt
und dort erkannt wird.
Western
Digital (MyBook World Edition) steckt eine WD 3,5" Festplatte in ein
buchförmiges Kunststoffgehäuse und setzt einen Gigabit-Anschluss ein. Das
Design ist robust und erinnert an einen Mac Mini. Die Festplatte
ist in 500GB bis 1TeraByte lieferbar. Auf der Festplatte (eigene Partition,
von der das Gerät auch bootet) läuft ein kleiner Webserver
für die Konfiguration und ein Linux zum "Serverbetrieb" mit Windows-Freigaben
(Samba) . Mit einer kleinen Änderung in einem Skript kann man per SSH auf
das Linux der Platte zugreifen und nicht benötigte Dienste wie MIONET
abstellen. Die Konfiguration ist über das Webinterface schnell gemacht. Beim
Einschalten kommt die IP via DHCP und kann dann fest eingestellt werden. Der Datentransfer ist mit gemessenen
280 MB/Minute nicht schnell
aber vergleichbar mit einem LTO1 Streamer. Die Festplatte ist aus WD's
Serverbaureihe und damit für den Dauerbetrieb geeignet. WD ist auch der
Einzige, der auf die Einheit eine weltweite Garantie gibt. Die Einheit ist
beim Standarddistributor erhältlich. Vorteil: Es gibt einen USB-Anschluss,
der mit der gleichen Performance wie die interne Platte bedient wird. Steckt
man eine USB-Festplatte hier an, wird diese automatisch erkannt. WD hat
warum auch immer, den Link auf das Format-Tool in der Oberfläche
auskommentiert. Die Seite ist aber per Direktlink zu erreichen. So lässt
sich eine frische USB-Festplatte jederzeit über das Webinterface EXT3
formatieren. Die Funktionen beschränken sich auf das Wesentliche, reichen
aber vollkommen aus. Preis der Einheit (500 GByte liegen so um die 120 €,
1TeraByte bei 180 €) Dazu kommen externe USB-Festplatten. Beim Preis der
Basiseinheit ist aber zu überlegen, ob man nicht die Einheit mehrfach
anschafft und diese täglich austauscht. Immerhin ist die Platte darin
stoßfest verpackt.
Daten lesen in einem anderen Gerät: Platte fest eingebaut. Man liest also
auf dem gleichen Gerät zurück. Die externen USB-Platten lassen sich auf
jedem Gerät, das EXT3 beherrscht, lesen (anderes NAS, Linux-Rechner)
Datendurchsatz: 3GB-Datenbank per Robocopy: ca. 270-280 MB/Minute
Robocopy Deploy: ca. 240-250 MB/Minute
Backup ExecB2D Bilder und Mischdaten: 250 MB/Minute
Backup Exec auf am Mybook angeschlossene USB 160GB SATA Notebookplatte 5400upm:230 MB/Minute
Update! Neue Hardware von WD (MyBook World Edition 2 - weiße LED): Endlich
braucht man keine Linux-Kenntnisse mehr, um nicht benötigte Funktionen
abzustellen. Dies funktioniert über das Web-Interface der Box. Eine
Anbindung an Windows-Domänen ist nun ebenfalls möglich. Firmwareupgrades
sind mit 2 Mausklicks erledigt. Ab Werk sind ohnehin viele nicht benötigte
Dienste abgeschaltet. Mehr Speicher
und ein schnellerer Controller und Prozessor bringen eine
Geschwindigkeits-Verdopplung. Auch das sperrige Netzteil ist einem Steckernetzteil gewichen.
Wenn man über SSH noch die Startscripte von MDNSResponder und Twonky mit "exit
0" am Anfang versieht, ist dieses NAS-System absolut performant. Die
resultierende
Steigerung um nochmals 15% bringt dann folgende Messwerte:
Robocopy ca. 80 GB Mischdaten Bilder: ca. 580 MB/Minute
Backup ExecB2D Bilder und Mischdaten: ca. 490 MB/Minute
Backup Exec auf am Mybook angeschlossene USB 160GB SATA Notebookplatte 5400upm:440 MB/Minute
FanTEC MR-35DRN ist eine NAS-Einheit mit 2 Wechselrahmen. Hier lassen sich die Platten mit einem Hebel aus dem Gehäuse
nehmen. Eine Feder hinter der Platte befördert sie nach vorn. Ein Gigabit-Anschluss
ist vorhanden. Das Gerät wird ohne Platten geliefert und verarbeitet handelsübliche
3,5" SATA oder SATA-2 Festplatten bis 2x 750 GByte (ca. 330 €). Im Test
2x Samsung Modell HE753LJ 750 GByte (Raid Series) Festplatten. Die Samsung-Platten
sind etwas kostengünstiger als die von Western Digital. Darüberhinaus unterstützt
Fantec die WD-Festplatten nicht! Das Gerät verfügt über einen Hardwarebasierten
Ein/Ausschalter, der einrastet. Damit fährt das System nach einem Stromausfall
von selbst wieder hoch! Allerdings ist der Lüfter ziemlich laut - die
anderen NAS-Geräte hört man dagegen kaum.
Wie die meisten Geräte lässt sich die NAS-Einheit
über das mitgelieferte Tool per Broadcast im Netzwerk lokalisieren. Danach kann
die IP auf das passende Netz umgesetzt werden. Das Gerät macht nicht von Haus
aus DHCP und erhält auch nicht ab Werk seine erste IP darüber. Dies lässt sich aber
verschmerzen. Dank des Tools braucht man den PC nicht auf 192.168.3.2 setzen,
um die Erstkonfiguration durchzuführen. Allerdings wird die Konfiguration
leider nicht im Flash-Speicher des Geräts angelegt, sondern auf einer der
beiden Festplatten. Nimmt man diese Festplatte aus dem Gerät, muss es
neu konfiguriert werden - incl. Vergabe der IP-Adresse! Außerdem
konfiguriert sich das Gerät wieder auf die feste IP um, wenn DHCP mal nicht
zur Verfügung steht. Auch nach einem Einschalten des Geräts, nachdem DHCP
wieder da ist, bleibt es bei der IP 192.168.3.1
Leider gibt es auf der Herstellerseite für dieses Gerät keine
Firmware-Upgrades.
Nachdem man die Festplatte(n) konfiguriert
hat, kann man eine Netzwerkfreigabe einrichten, die dann für die Datensicherung und
andere
Geräte als SAMBA-Freigabe im Netz verfügbar ist. Zum Erhöhen der Sicherheit
kann man bei diesem wie auch bei anderen Geräten Benutzer und Berechtigungen
auf diese Freigaben einrichten. Die Konfigurationsoberfläche (Webserver) im
Gerät ist wie bei den Anderen auch nur über HTTP und nicht über HTTPS zu erreichen.
Datendurchsatzmessungen (JBOD Modus):
1) Deploy (15 GB, 19280 Dateien) über GigaBit-Strecke auf NAS-Platte mit ROBOCOPY
kopiert: 192 MB/Minute
2) Große Dateien (ISOs) ca. 27 GByte kopiert (ROBOCOPY): 491 MB/Minute
3) Datensicherung (Mischdaten 46 GB) mit Backup Exec 12 als Backup2Disk
Sicherung auf das NAS: 380 MB/Minute.
Das Datenlesen einer Festplatte funktioniert auf einem baugleichen Gerät.
Fujitsu-Siemens: FSC hat einige Hochleistungsgeräte im Rack
ab 2.000 € aufwärts, sowie eine skalierbare kleinere Lösung im Angebot. Der
getestete StorageBird DUO LR36 wird ebenfalls ohne Platten geliefert und verarbeitet
handelsübliche 3,5" SATA oder SATA-2 Festplatten bis 2x 1 TeraByte. Die Festplatten
können einzeln (JBOD), als RAID 0 (bis 2TB) oder als RAID-1 konfiguriert werden.
Im Test sind 2 WD Caviar Platten mit jeweils 750 GByte Kapazität als RAID-1.
Leider ist die Auslieferungsfirmware unbrauchbar - ein Formatieren der Festplatten
funktioniert nicht sauber. Startet man das Gerät ohne Platten, kann man die
Firmware gegen Version 1.1 (fsc-pc.de) austauschen und die Festplatten gehen
sauber in Betrieb. Beim Einschalten bekommt das Gerät per DHCP seine IP. Ohne
DHCP hat es die 192.168.0.2 Adresse. Mit dem Browser kann man alles konfigurieren
(leider nur über HTTP und nicht über HTTPS - was aber im Lan nicht so kritisch
ist) - die Oberfläche ist gut strukturiert und auch in deutsch wählbar. Damit
die Konfiguration funktioniert, muss man leider den Internet-Explorer ab Version
6 verwenden.
Es gibt einige interessante Zusatzfeatures, die eine Datensicherung
ohne externe Software erlauben. So hat das Gerät eine Downloadliste. Hier kann
man zeitgesteuerte Jobs eintragen, die zur angegebenen Zeit entweder per FTP
oder aus einer Windows-Freigabe einer anderen Maschine heraus Daten in ein festgelegtes
Verzeichnis im NAS abspeichern. Das Sichern von Dokumenten im Produktivsystem
erledigt damit das NAS eigenhändig.
Eine Mailbenachrichtigung über alle möglichen
Ereignisse ist einrichtbar
, Management by SNMP (Traps)
nicht.
Zusätzlich kann das Gerät als FTP-Server (default aus) oder als DHCP-Server
(default aus) genutzt werden. Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet der Audioserver.
Clientgeräte (Ipods, Medienplayer können über LAN Daten vom NAS streamen)
Die Erst-Formatierung einer 750GByte Festplatte (oder von 2 davon im RAID) dauert
ganze 15 Minuten. Alle Platten müssen formatiert werden, damit man sie im Gerät
verwenden kann.
Die Festplatten brauchen keinen eigenen Rahmen, sondern werden
mit einem Handgriff einzeln ins Gerät gesteckt. Nimmt man die Klappe ab, gibt
es für jede Festplatte einen kleinen Hebel, um sie auszuwerfen. Dies funktioniert
nicht im laufenden Betrieb. Leider schaltet das
Gerät nach einem Stromausfall nicht von alleine ein. Man muss die Powertaste
von Hand betätigen. Ein Energiemanagement (abschaltbar) ist vorhanden. Bei Bedarf
werden die Platten nach x Minuten Leerlauf geparkt und das Gerät ist damit sehr
sparsam.
Der Datendurchsatz beim Schreiben liegt im Mittelfeld (RAID-1 =
340 MByte pro Minute), beim Lesen bei etwa 380 MByte/Minute.
Weitere Messungen
zum Gerät:
RAID1 Performance bei vielen kleinen Files (Deploy) um 15:18 via
Robocopy begonnen zu kopieren ... Ca.19:45 ende. D.h. ca, 4,5 Stunden für 41
GB (viele kleine Dateien) = 163 MB/min
RAID1 Performance bei wenigen großen
Files (ISO Files) um 10:55 via Robocopy begonnen zu kopieren ... Ca. 11:10 Ende.
D.h. ca. 15 Minuten für 10 GB (wenige große Dateien) = 685 MB/min
RAID0 Performance
bei vielen kleinen Files (Deploy) um 10:41 via Robocopy begonnen zu kopieren
... Ca. 12:58 Ende. D.h. ca, 2,2 Stunden für 41 GB (viele kleine Dateien) = 292
MB/min
Zum Testen der Lesefähigkeit auf einem baugleichen LR-35 NAS werden
15 GB Daten auf das NAS Gerät 1 kopiert. Außerdem eine Datensicherung (etwa
44 GByte) mit Backup-Exec 12 als B2D-Gerät geschrieben. Im Stromlosen Zustand
wird eine der beiden Platten entfernt und (ebenfalls im Stromlosen Zustand)
in das zweite Gerät gesetzt. Nun können die Daten der Festplatte von Gerät
1 auf Gerät 2 gelesen werden. Das Web-Interface auf Gerät 2 hingegen kann man
nicht mit der neuen Platte aufrufen, da es diese zunächst neu formatieren möchte
und den Zugriff auf die dahinterliegenden Menüs nicht zulässt. Konfigurieren
der Box funktioniert dann also immer nur nach Einschalten des Geräts ohne Platten.
Servicepacks für Wartung Vorort bietet FSC für das Gerät leider nicht an,
die Reparaturzeit dürfte aber bei einem so großen Standardlieferanten kurz sein.
(ca. 250-300 €)
(ausser Wertung) NAS Deluxe N2400: Das als
High-Speed-Testkandidat angepriesene Gerät verfügt über 2 Gigabit-Anschlüsse
und Einbaurahmen für insgesamt bis zu 5 SATA-Festplatten, die man als RAID
0, 1, 10, oder 5 konfigurieren kann. Die Teststellung hat 3 500er
Festplatten in RAID5-Konfiguration. Nach einem Bootvorgang meldet sich das
Gerät mit einer 192.168er festen IP, über das mitgelieferte Tool auf der CD
lässt es sich aber mit einer anderen IP ausstatten. Das LCD-Display im Gerät
liefert die wichtigsten Daten - ähnlich wie beim o.g. Buffalo NAS. Preis des
Gerätes mit den 3 Festplatten rund 1200 €. Im Inneren ist eine Art PC, mit
hinreichend schnellen Standardchips für SATA-Controller und Cache sowie
Netzwerk.
Den Stromausfalltest besteht das Gerät schon einmal - es fährt
von selbst wieder hoch. Die Bootzeit ist mit eine der schnellsten im
Testumfeld Allerdings sind die beiden eingebauten Lüfter ziemlich laut. Die
Mechanik der Festplatteneinschübe ist relativ wackelig und nicht sehr
massiv. Die Festplatten müssen mit vier Schrauben in die Leerrahmen
eingeschraubt werden, die Schächte sind (wie vor 10 Jahren die
IDE-Plattenwechselrahmen) abschließbar. Wie auch das Buffalo-Gerät läßt sich
NAS Deluxe gegen ein Active Directory authorisieren. Die Benutzeroberfläche
im Gerät ist mE auch etwas unübersichtlich, mit etwas Geschick findet man
aber die gesuchten Menüpunkte. E-Mail-Benachrichtigung über den Systemstatus
des Geräts ist möglich. Nach dem Einrichten und Formatieren der Festplatten
und des RAID muss man zunächst Freigaben erstellen und Berechtigungen
vergeben. Datentransfertests folgen:
1) Deploy mit Robocopy,
1GBit-Verbindung -->
614 MB/Minute2)
ISO-Images mit Robocopy, 1Gbit -->
1.031 MB/Minute
(Außer Wertung) Terastation Pro II von Buffalo: Hierbei handelt es sich um eine Lösung mit VIER Platteneinschüben (max.
4 Terabyte), einem Minitowergehäuse mit 2-zeiligem LCD-Display und hoher Performance
(ca. 470 MByte pro Minute). Die Festplatten können als RAID 0, 1, 5, 10 konfiguriert
werden. Eine Anbindung ans Active Directory ist möglich. Betriebssystem ist
Linux. Einziger Nachteil - wie bei vielen Geräten: Kein automatisches
Hochfahren nach Stromausfall. Da der Preis deutlich höher liegt als bei den
anderen Exemplaren, ist es zu schade, dieses Gerät nur als Datensicherungsspeicher
einzusetzen. Zum Herumtragen ist es auch zu sperrig. Hier liegen die Stärken
im Netzwerk-Storage zur Datenablage. Die Nutzung zur Datensicherung für eine
Zusatzsicherung bietet sich zusätzlich an. (700-1.000 €)
(außer Wertung) Fujitsu RX100S5 Kleiner Rackserver mit
NAS-Linux, einer Betriebssystemfestplatte und einer bis zu 1TB großen
zweiten SATA-Platte (hot plug) macht einen massiveren Eindruck und liegt vom
Preis her etwas unter dem NAS Deluxe Gerät. Vorteil: Service - auch Vorort
in verschiedenen Levels durch FSC buchbar. Der RX100 ist über die
Standarddistribution erhältlich. Kosten - rund 1300 € incl. Betriebssystem.
Leistungswerte etwa vergleichbar mit dem NAS Deluxe.
(außer Wertung) Fujitsu Esprimo Standard-PC (Low
Profile-Desktop) + Seagate externe USB/eSATA Wechselplatten. Kosten: rund
500 € für den PC und je ca. 200 € pro Platte. Datendurchsatz etwa wie beim
NAS Deluxe, Handling aber unkomfortabel, benötigt 2 Steckdosen und
Konfigurationsaufwand/Ersteinrichtung bei ca. 30 Minuten.
Fazit:
(Update 19.06.09): Das aktuelle Mybook (weisse LED) von Western Digital kann
komplett überzeugen, da das einzige Manko- die Geschwindigkeit nun hoch ist.
Die Alternative - ein PC mit Windows xp und daran angeschlossene
USB-Wechselplatten, ist nicht so handlich und bringt auch keine großen
Geschwindigkeitsvorteile - zumal man ja schon rund 500 € für den PC
investieren muß
Vom mechanischen Handling
kann mich nur die WD MyBook-Lösung überzeugen, da man bei den Geräten mit Wechselplatten
mit nicht isolierten und statisch aufladbaren Platten und offengelegter Elektronik
hantieren muss. Ansonsten fährt neben WD nur die FANTEC Lösung nach einem Stromausfall
von selbst wieder hoch. Die Fantec-Lösung ist die Schnellste im Test. Allerdings dauert die Ersteinrichtung länger
als bei der FSC-Lösung und für jede neue Festplatte (Platten sollen ja täglich
gewechselt werden) müssen erst wieder Windows-Freigaben und Benutzer eingerichtet
und die IP-Adresse der Box neu konfiguriert werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Fantec-Lösung lange Lieferzeit
hat und nicht bei der Standarddistribution gehandelt wird. Da dahinter keine
große Firma wie FSC steckt, ist nicht zu erwarten, dass ein Austausch eines
defekten Geräts schnell passieren wird. Vor allem ist die Frage: Wohin
schickt der Kunde sein defektes Gerät ein?
Kein Gerät mit Wechselplatten ist für tägliches Wechseln der Platten
ausgelegt. Die Hersteller der SATA-Stecker geben 100 Steckvorgänge frei -
also nach einem halben Jahr kann der Stecker defekt sein.
Beim Leistungsumfang in der Preisklasse bis 250 € liegt bei FSC ganz
vorn - die Messwerte sind für eine Datensicherung in Ordnung. FSC hat als
einziger Kandidat eine Datensicherungssoftware für das Filesystem eines
anderen Servers mit geplanten Tasks in der Firmware implementiert. Bei FSC ist a
ber
ein Firmwareupdate notwendig, damit das Gerät nutzbar wird.