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MS Virtual PC 2004/Server 2005 - Überblick - Stand:
Update: Seit 10. Oktober 2004 gibt es ein Service Pack 1 füpr Virtuel PC, das einige Bugs behebt und die Tools ins Produkt integriert. Diese werden nun bei einer virtuellen Maschine automatisch integriert.

Microsoft hat von der Firma Connectix (die Firma, die schon ihre Webcam an Logitech verkauft hat) das Produkt "Virtual PC" übernommen,
um dem etablierten Hersteller "VMWARE" Paroli zu bieten.

Zum Erscheinungstermin gibt es die Virtual PC Einzelplatzlizenz und ein Produkt namens Virtual Server zum Einsatz in Netzwerken (zentrale Ausführung der Sessions)
Das Produkt erlaubt es, mehrere Betriebssysteme (Win98/Win2000/Server2003/Linux whatever) auf einem HOST-System (z.B. einem Notebook) in Fenstern gleichzeitig laufen zu lassen und Testinstallationen von Produkten und Plattformen quasi in einem Fenster=Sandkasten auszuführen. In einem solchen Fenster wird dann jeweils ein PC emuliert. Die Hardware-Resourcen nimmt dieser vom Wirtssystem. Das Virtual Serversystem benötigt einen IIS6 für die Administrationsoberfläche und unterstützt mehrere Prozessoren auf der HOST-Seite.

Virtuelle Hardwarevoraussetzungen
Kommen wir zunächst zur Hardwareausstattung eines solchen "virtuellen" PCs im Vergleich zu VMWARE:
 
Software VMWare Virtual Server
Grafikkarte Standard VGA
VMWare Treiber notwendig
S3 (ohne Zusatztreiber)
Festplatte IDE und SCSI
Als Datei, Raw, Differenz
IDE und SCSI
Als Datei, Raw, Differenz
Netzwerkkarte AMD PCnet Emulation (PCNTNW) DEC 2110 Emulation (Intel 2140x Chipsatz)
Soundkarte Soundblaster 16 Soundblaster 16, AWE32 oder kompatibel

Der rechts abgebildete Schnappschuß vom Gerätemanager gibt

Auskunft über mehr Details. Nun muß man noch beachten, daß man genügend Platz auf der Festplatte hat und genug Arbeitsspeicher, um das Wirtsbetriebssystem und jeden virtuellen PC, den man gleichzeitig zu starten gedenkt, zu versorgen. Der Rest geht erstaunlich gut. So kann man sich (wie geschehen) z.B. seine Deploy-Betankungs-Bootdiskette um die Intel 214xx-Chipsatz-Netzwerktreiber (NDIS2) erweitern und kann in einem Fenster, im Sandkasten quasi einen PC oder Server betanken. Das Ganze, ohne  daß der normale PC in Mitleidenschaft gezogen wird.

Einige Hardwareschnittstellen werden ebenfalls emuliert (z.B. USB, die seriellen und die parallelen Schnittstellen). Schwierig wird es dagegen bei direkter Hardware-Unterstützung (z.B. Video-Out der Host-grafikkarte oder Hardware-Dongles von AutoCAD & Co.)
Die Implementierung der Netzwerkkarte hingegen ist ideal. Jeder Rechner kann seine eigene IP-Adresse haben (obwohl ja alle die eine Netzwerkkarte des Wirtssystems benutzen) Ein NET USE auf die IP-Adresse/Freigabe eines virtuellen PCs ist kein Problem. Auch eine eigene MAC-Adresse wird jeweils emuliert. Damit laufen auch Programme, die sich über die MAC-Adresse unterhalten problemlos.

Das Wichtigste an einem virtuellen PC ist das Festplattenimage (*.VHD), denn es enthält alle wichtigen Daten und Einstellungen. Im Gegensatz zu einem normalen Image, das für jede Hardwareplattform neu gemacht werden muß, läßt sich das VHD mit jedem Rechner verbinden. Habe ich also ein Linux in einer VHD installiert, kann ich diesen Virtuellen PC unter Win98, Win2000Pro/server, Win xp, Server2003 starten. Er läuft. Auch für Tests neuer Software ist Virtual PC geeignet oder für Demonstration und Schulungsumgebungen.

Kurzanleitung
MS Virtual PC CD einlegen und SETUP ausführen. Nach einem Reboot ist das System installiert.

[Neuer PC]: Virtual PC starten und auf den gleichnamigen Knopf klicken


Ein Assistent startet. Nach Eingabe des PC-Namen (der Name ist nicht der Hostname des PC, sondern nur eine Bezeichnung zum Wiederfinden) wählen Sie bitte den Punkt "Benutzerführung" aus. Es folgen Fragen zum gewünschten Betriebssystem. Wählen Sie eins aus der Liste aus oder den Eintrag "Sonstiges". Danach wollen Sie die Speicherzuordnung ändern und geben dann den gewünschten Wert in MB ein (also idR. ab 128 MB für eine Workstation bzw. 256 MB für einen Server - je nachdem wieviel Speicher man im Wirtssystem hat).

Danach entscheidet man, ob man eine neue Festplattenabbildung erstellt oder mit einer vorhandenen verbindet. Hat man ein Image vorliegen (also eine VHD-Datei mit was drin), so kann man mit "vorhandes ... verwenden" dieses verknüpfen und auf dem eigenen PC verwenden.
Erstellt man eine neue Festplattenabbildung ist das so, als ob man eine neue Platte in einen PC einbaut. Hierbei kann man die maximale Größe wählen. Es empfiehlt sich, den Platz dynamisch anpassen zu lassen.

Beim neuen PC kann es danach los gehen. Doppelklick auf das gewünschte Leer-Image. Man kann von CD oder Diskette booten und ein Betriebssystem seiner Wahl installieren (oder über Deploy betanken)